14 Sep 2014

Dämonentochter 2 (Orig.: Pure)

Dämonentochter - Verlockende Angst: Band 2

Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: cbt
Seitenzahl: 481 Seiten
Band: 2 von 5

Inhalt:
Alex‘ Geschichte geht weiter! Nachdem sie in Teil 1 die Chance bekommen hat auf der Schule zu bleiben und erfolgreich gegen ihre Mutter vorgegangen ist, beginnen jetzt größere, offizieller Dinge ihren Lauf zu nehmen. Den Ministern sind Alex Abenteuer zu Ohren gekommen, ebenso wie die schreckliche Neuigkeit, dass auch Halbblütige in Daimons verwandelt werden können. Erstmals muss die Gesellschaft der Reinblütigen sich fragen, ob ihre bisherige Sicht der Daimons, als seelenlose, primitive Monster noch zutreffend ist, oder ob sich im Verborgenen etwas Größeres anbahnt. Alex wird nach New York beordert und muss vor den traditionsbesessenen Ministern ihre Aussage machen, doch nicht alle wollen sie wieder nach Hause gehen lassen. Während die Minister sich über Alex streiten und über eine Verbannung des jungen Halbbluts in die Dienerschaft abstimmen, gehen außerhalb ihres Blickfeldes weit größere Vorgänge von statten: Die Furien sind gekommen und den Reinblütigen steht ein fataler Angriff bevor.

Rezension:
Zunächst mal: Klasse Fortsetzung, die man, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen, am besten gleich zur Hand haben sollte. Besonders hat mir dabei gefallen, in welchem Stil die Autorin ihre Bücher fortsetzt. Statt langer Pausen zwischen den Geschichtsstücken der einzelnen Bände, wird die Geschichte des ersten Teils im zweiten Teil nur ein paar Stunden später fortgesetzt. Wenn man die Bücher also zur Hand hat fällt einem kaum auf, wann man vom ersten Teil in den zweiten springt und für die Geschichte, die Spannungskurve, ist diese Art der Fortsetzung unbezahlbar!

Alex muss sich in diesem Teil endgültig zwischen Aiden und Seth entscheiden. In dem Bewusstsein, dass ein Festhalten an ihrem Schmachten für Aiden ohnehin keine Zukunft hat, ist die Entscheidung schnell gefällt. Außerdem gibt es da ja eh noch dieses besondere, schicksalshafte Band, dass Alex‘ Verbindung mit Seth vorsieht, er ist die eine, sie die andere Hälfte und sobald sie beide Apollyons wären, würde das Schicksal sie ohnehin aneinander schmieden. In diesem Teil ist tatsächlich jede Menge Gefühlschaos eingebaut und als Leser kann man kaum aushalten zu erfahren, wie es am Ende ausgeht.

Besonders gut gelungen ist zudem die tiefergehende Darstellung der Gesellschaft, in der Alex lebt. In New York ist die Kluft zwischen den Reinblütigen und ihrer Dienerschaft besonders krass dargestellt. Während ihrer Zeit in New York erlebt Alex außerdem auch das ein oder andere altgriechische Götterrequisit im Einsatz, was insbesondere Anhänger der altgriechischen Mythologie (wie zum Beispiel mich) über die Maßen erfreuen dürfte!

Leider hat die Autorin auch keinerlei Hemmungen davor, Figuren sterben zu lassen, aber an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, nur, dass diese Tatsache dem Buch noch eine Spur mehr Qualität und Emotionalität verleiht, als es meiner Meinung nach ohnehin schon besitzt. Zu letzterem trägt ebenso bei, dass Alex‘ gesamtes Schicksal erneut auf der Kippe steht und der zukünftige zweite Apollyon zu sein, bringt ihr bei den vielen alten Ministern ganz sicher keine Pluspunkte. Alles in allem bietet der zweite Band aber eine atemberaubende Geschichte und das vor dem völlig neuen Hintergrund New Yorks, wenn auch Beginn und Ende des Buches wieder in der vertrauten Umgebung der Schule stattfinden. Ganz nebenbei muss ich auch erwähnen, dass es ein paar fantastische Szene mit Aiden und Seth gibt, aber das sollte man sich auch besser selber durchlesen!

Fazit:
Eine aufregende Fortsetzung, die dem ersten Buch der Reihe in nichts nachsteht, was mich persönlich eigentlich am meisten überrascht hat, da man doch von den meisten Fortsetzungen oft nicht so viel erwarten kann wie von dem jeweiligen Seriendebut. In diesem Fall ist Band 2 genauso begeisternd wie Band 1: Die absurde Arroganz der Reinblütigen und die pure Selbstverliebtheit des Apollyons Seth lassen diesen Teil der Geschichte nämlich vollkommen anders werden, als den ersten, auch ein bisschen witziger und nicht im Mindesten langweiliger.

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