16 Sep 2014

Dämonentochter 3 (Orig.: Deity)

Dämonentochter - Verführerische Nähe: Band 3

Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: cbt
Seitenzahl: 481
Band: 3 von 5

Inhalt:
Alex weiß nicht, ob sie den Tag ihres Erwachens als Apollyon erleben wird. Sie wird von einem alten, längst vergessenen Orden gejagt und versucht gleichzeitig, ein tödliches Verbrechen zu verbergen, das sie und Aiden den Kopf kosten kann. Als Alex hinter ein weiteres Geheimnis um ihre Herkunft kommt, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen – und das ist schon kompliziert genug, denn ihre Bestimmung bindet sie an den göttlichen Seth. Und dann ist da noch Aiden, aber wann hat ein geheimer Geliebter schon mal irgendein Leben leichter gemacht?!

Rezension:
Das dritte Buch ist immer noch fesselnd wie seine beiden Vorgänger, wenn auch etwas schwächer. Nachdem alle dem Irrsinn in New York, Minister Telly und Daimonattacke samt Furien entkommen konnten, herrscht zunächst einmal über lange Zeit gedrückte Stimmung. Der Anfang des Buches zeigt dabei die Schwächen, die man oft bei Folgebüchern von Reihen findet: Er ist ziemlich langatmig. Alex führt ewige Monologe: Warum ist meine Mama nicht mehr da? Wie hätte ich nur Caleb retten können? Warum bei allen Göttern habe ich mich für Seth entschieden und wie kann ich bloß je Aiden vergessen?

Inhaltlich passieren dennoch, insbesondere im weiteren Verlauf, einige unerwartete Dinge, die der Geschichte den Kick zurückbringen, die sie in den ersten Teilen hatte. Wer Lust auf Götterbegegnungen hat kommt voll auf seine Kosten! Nacheinander tauchen Apollo, Poseidon, Hades und Apollos Zwillingsschwester Artemis auf. Fantastisch ist dabei vor allem Hades, der mit Cerberus‘ Nachwuchs – Tod und Verzweiflung - zum Angriff übergeht.

Was das Buch trotz langatmigen Beginns so lesenswert macht ist, dass es zwischenmenschlich endlich vorangeht. Nachdem er Alex‘ beinahe verloren hat kann Aiden sich endlich entscheiden mit ihr zusammen zu sein. Yay, endlich Alex und Aiden! Gleichzeitig verliert Seth sich vollkommen in den intriganten Machenschaften von Lucian, der für ihn zu einer Vaterfigur aufsteigt, ihn für sich morden lässt und ihn sogar problemlos gegen Alex einsetzen kann. Außerdem lässt Onkel Marcus endlich die „Eishülle“ fallen und zeigt, wenn auch auf seine eigene, steife Art, wie sehr Alex ihm am Herzen liegt.

Auch im dritten Teil hat die Autorin keinerlei Probleme damit Menschen sterben zu lassen, denen man eigentlich eine wichtige Rolle zugedacht hatte. Aber, wie das so bei griechischen Göttern und der Unterwelt ist, lässt sich über eine Seele mehr oder weniger für den Fährmann durchaus verhandeln. Auch Freunde, die man nach Teil 2 bereits abgeschrieben hatte, kommen so noch einmal für einen Augenblick zurück ins Spiel.

Abschließend muss ich zugeben, dass ich das Buch trotz anfänglicher Schwierigkeiten in nur zwei Tagen verschlungen habe, einfach weil ich das Ende nicht abwarten konnte. Und mit einem Fast-Gottkiller, der zum totalen Psycho mutiert und Alex, die auf der letzten Seite endlich erwacht, war das Ende mit Sicherheit keine Enttäuschung sondern eines dieser Enden, die einen das Buch vor Wut gegen die nächste Wand werfen lassen wollen; man kann doch nicht wirklich einen Teil an der absolut spannendsten Stelle abbrechen lassen, oder?!
Fazit:
Sehr gelungene Fortsetzung (erneut), die trotz weniger Action kaum an Spannung einbüßt. Es gibt einiges mehr an Aiden-Zeit und der letzte Satz ist das wohl grausamste Ende, das mir je in einem Buch widerfahren ist… unbedingt Teil 4 bereit halten!

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