29 Sep 2014

Dämonentochter 4 (Orig.: Apollyon)

Dämonentochter - Verwunschene Liebe: Band 4

Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: cbt
Seitenzahl: 340
Band: 4 von 5

Inhalt:
Schicksal ist nichts, mit dem man sich anlegen sollte, ebenso wenig wie mit Alex, seit sie erwacht ist. Alex fürchtete immer zwei Dinge am meisten: Sich selbst im Erwachen zu verlieren und unter Einfluss des verstandraubenden Elixirs gesetzt zu werden. Und beides ist passiert. Doch Liebe war immer stärker als Schicksal und Angst. Aiden St. Delphi ist entschlossen Krieg gegen die Götter und selbst gegen Alex zu führen, um sie zurück zu bekommen, so wie sie vor dem Erwachen war und das, obwohl sie von nichts mehr reden kann als von ihrem Seth. Die Götter indes haben tausende getötet und gesamte Städte zerstört, nur um zu verhindern, dass Seth Alex‘ Kräfte raubt und der allmächtige Gottkiller wird. Aber Alex Verbindung zu Seth zu unterbrechen ist beileibe nicht das einzige Problem. In dem ganzen „Apollyons-sind-total-unsterblich“-Mythos tuen sich kleine Löcher auf, doch die einzige Person, die womöglich weiß, wie all die Zerstörung auf der Welt, wie Seth gestoppt werden könnte ist seit Jahrhunderten tot. Eine gigantische Aufgabe steht bevor: ein Einbruch in die Unterwelt, vorbei an den zahlreichen Wächtern auf der Suche nach einer einzelnen Seele unter unzähligen Millionen. Nach Solaris, die einzige mit dem Wissen um die Sterblichkeit der Apollyons. Denn dann könnte Alex Seth daran hindern der Gottkiller zu werden, oder sie könnte selbst der Gottkiller werden.

Rezension:
Immer diese absurden Cliffhanger! Nachdem Teil 3, der mit Alex‘ Erwachen endete, war ich ziemlich beleidigt, dass die Bücher immer an solchen Stellen aufhören müssen. Das dürfen sie doch gar nicht! Ich für meinen Teil hab dann eine Weile widerstehen können, denn mal ehrlich, wer will eine Alex erleben, die auf einem total wahnsinnigen Seth-Trip ist?! Zweieinhalb Wochen später, endlich mal wieder ein freies Wochenende, konnte ich doch nicht mehr widerstehen und hab mir Teil 4 gegriffen, Apollyon oder eben Dämonentochter 4 - Verwunschene Liebe.

Der Beginn ist diesmal nicht unmittelbar ans Ende von Teil 3 angeknüpft. Es gibt nämlich einen Zwischenband „Elixir“ von etwa 80 Seiten, den man zwischenzeitlich lesen kann, quasi um die Wartezeit auf Teil 4 zu überbrücken. Ich hab das bis jetzt noch nicht gemacht, werde es aber wohl, weil dieser Zwischenband die zeitliche Lücke schließt und ein paar zusätzliche Erklärungen bereit halten wird. Der Anfang ist ziemlich witzig, weil Alex Erwacht und in totaler Sehnsucht nach Seth und einem großen Machtaustausch schwelgt. Dabei droht sie so ziemlich allen anderen mit dem Tod und der hervorragenden Idee Aiden eine Krone aus Deacons Rippen zu basteln..verrückt. Trotz ziemlich chaotischem, unerwarteten Anfangs gefiel mir das Buch insgesamt weniger gut, als die anderen Teile. Der Anfang zieht sich ziemlich, alle hocken im gleichen Haus herum und im Prinzip ist es ein einziges großes Warten auf den nächsten Schritt der Götter und so einen richtigen Plan hat auch noch niemand.

Mehr Schwung kommt wieder zum Ende hin, wo Alex und ihre Freunde endlich wieder unterwegs sind und „Abenteuer“ diverserlei Art erleben. Auch der Tod lauert wieder einigen wohlbekannten Figuren auf, was mich regelmäßig fassungslos eine Seite hat nochmal lesen lassen. Wie kann man nur so viele Menschen einer Geschichte sterben lassen, ohne dass diese vollkommen durchlöchert zurückbleibt?! Nun, jedenfalls bringt das Ende wieder jede Menge Action und macht so natürlich Lust auf Teil 5 ohne Ende! Vielleicht noch eine kleine Warnung, all die Spannung geht dieses Mal auch mit einem ganzen Stück Brutalität einher. Und zwar Brutalität im Sinne von jeden einzelnen Knochen brechen und danach die Haut per Dolch abschälen – heftig. Und irgendwie ziemlich überzeugend, dass es tatsächlich passieren könnte. Götter sind einfach ein bisschen krass drauf..
Fazit:
Ich kann nicht wirklich was Schlechtes sagen, dafür liebe ich die Reihe zu sehr. Aber jede Reihe hat wohl ein schwächstes Glied, für mich wäre das dieser Teil 4. Obwohl er natürlich im Vergleich zu vielen anderen Büchern dieser Welt atemberaubend gut war, fehlte mir im Mittelteil ein bisschen der Schwung, die Geschichte kam einfach nicht so richtig voran. Insgesamt gibt es dennoch viel absurde Action, einiges an Abwarten, aber dann am Ende, die beinahe schon gewohnte Eskalation, die den finalen Moment von Teil 4 unerträglich werden lässt.

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