29 Sep 2014

Göttlich Verdammt

Göttlich verdammt

Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 496
Band: 1 von 3

Inhalt:
Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket. Auf der Insel ist nicht viel los und in den Sommerferien versinkt Helen in Langeweile. Ihre beste Freundin Clarie hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung als die Großfamilie Delos auf die Insel zieht. Alle Familienmitglieder sind ausgesprochen attraktiv und die ganze Insel ist hin und weg von den Neuankömmlingen. Alle außer Helen. Sie spürt von Anfang an ein großes Misstrauen gegenüber den Unbekannten. Im Schlaf wird Helen plötzlich von düsteren Albträumen heimgesucht: Es begegnen ihr dort drei unheimliche Frauen, die Rache nehmen wollen – woran, bleibt ihr vorerst ein Rätsel. Als Helen den gleichaltrigen Lucas Delos zum ersten Mal sieht, spürt sie wieder die Gegenwart der drei Frauen, die sie dazu drängen, Lucas anzugreifen. Und Helen geht tatsächlich auf ihn los. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach. Denn Lucas und Helen teilen ein gemeinsames glückliches Schicksal; sie sind dazu verdammt einen erbitterten Kampf der Mächte auszulösen – und das, indem sie sich ineinander verlieben.

Rezension:
Mal wieder ein kurzes Vorweg-Geständnis: Ich LIEBE ja die griechische Mythologie. Götter, Halbgötter, das ganze große göttliche Chaos eben, daher bin ich schon mit einer ordentlichen Portion gespannter Erwartung und verhaltener Begeisterung an das Buch ran gegangen, nachdem ich mir einen kurzen Überblick über den potenziellen Inhalt verschafft hatte: Ich wurde nicht enttäuscht!

Helen ist toll. Namensverwandte der schönen Helena, der schon Paris - Prinz von Troja - verfiel, ist Helen selbst natürlich auch atemberaubend, ohne sich dessen bewusst zu sein. Auf der kleinen Insel Nantucket lebt sie bei ihrem ganz normalen, menschlichen Vater und verbringt ihre Tage mit ihrer quirligen Freundin Claire. Umrahmt wird das ganze Geschehen von einer schönen Highschool-Kulisse, wie so viele dieser Bücher. Soweit also alles ganz normal und Helen ahnt nichts von ihrer Existenz als Scion-Halbgöttin.

Die Geschichte kommt so richtig in Schwung, als die Familie Delos in ein verlassenes Anwesen auf der Insel zieht. Sie glauben sich als einzige Scion auf der Insel und sind ebenmäßig schockiert Helen vorzufinden, Abkömmling eines anderen Hauses als sie selbst und von den Furien angestachelt, eine uralte Fehde zu beenden: Indem sie Helen töten. Die Familie Delos, Abkömmlinge des Sonnengottes, ist riesig: Lucas hat jede Menge Brüder und Schwestern. Dabei ist ein Orakel, die Reinkarnation Hector von Trojas und viele mehr. Und während Helen entdeckt was sie ist – und was sie kann - sind die Geschwister vom Haus von Theben die einzigen die ihr helfen können. Falls sie einander nicht vorher umbringen..

Jede einzelne Figur ist dabei atemberaubend charakterreich und obgleich der Fokus natürlich auf Helen und Lucas liegt, kann man problemlos auch die Exkurse über die Schicksale der anderen lesen, denn die sind gar nicht langweilig(Und das habe ich wirklich schon anders erlebt)! Jedem einzelnen ist dabei ein ganz eigenes Schicksal zugedacht, zunächst scheinen sie getrennt, doch am Ende wird klar, wie genial durchdacht nicht nur Teil 1, sondern die Gesamtheit der drei Bände „Göttlich“ wirklich ist. Es gibt sozusagen keine einzige „unwichtige“ Person. Ich liebe diese Story-Tricksereien! Achtet gut auf jedes Detail, nichts bleibt unverwendet, keine Frage ungelöst. Alles geht am Ende auf!
Fazit:
Wunderschöne Geschichte, die mit ganz viel Fantasie und einem großen Hang zum Detail ausgeformt wurde. Von den ersten Seiten an ist man sofort in der Welt von Helen, dem Schützling von Aphrodite, wie schon ihrerzeit Helena von Troja, gefangen und stürmt förmlich durch ihr Leben auf der kleinen Insel Nantucket, mitten im Nirgendwo. Spannung pur, verstrickt in jeder Menge Göttlichkeit.

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