09 Apr 2015

Wicked

Wicked (A Wicked Trilogy Book 1) (English Edition)

Bitte, bitte nicht von diesem kitschigen Fremd-Schäm-Cover ablenken lassen!

Autor: J. L. Armentrout
Seitenzahl: 382 Seiten
Band: 1 von 3

Inhalt:

Die 22-jähirge Ivy Morgan ist keine durschnittliche College-Studentin. Sie weiß, dass Menschen nicht die einzigen sind, die die das French Quarter von New Orleans durchstreifen, auf der Suche nach Spaß.. und nach Nahrung. Ihre Arbeit für den Orden, das Jagen und Töten, ist ihr Lebensmittelpunkt geworden, seit jene Kreaturen ihr vor vier Jahren alles genommen haben.

Ren Owens ist wohl die letzte Person, die Ivy in ihrem strikt geregelten Leben erwartet hatte. Den umwerfenden jungen Mann in ihr Leben zu lassen ist für sie genauso gefährlich wie des nachts die kaltblütigen Killer in den Straßen New Orleans zu jagen. Bereits einmal hat sie den Jungen verloren, den sie geliebt hat und es war allein ihre Schuld, weil sie ihre Pflicht aus den Augen verloren hat. Doch die wachsende Spannung zwischen ihr und Ren ist für Ivy unmöglich zu ignorieren. Tief in ihrem Inneren erwartet sie mehr von ihrem Leben, als ihre Pflicht ihr vorschreibt und was ihre Vergangenheit ihr vorherbestimmt zu haben scheint.
Doch als Ivy und Ren einander näher kommen, merkt sie, dass sie nicht die einzige ist, die ein Geheimnis behütet, das alles vernichten könnte. Sie ist sich sicher: Er verheimlicht etwas. Und langsam zweifelt sie, von wem die größere Gefahr ausgeht: Von den uralten Wesen die drohen New Orleans zu überrennen oder von Ren, der ihr Herz und ihre Seele in Besitz zu nehmen droht.

Rezension:
Heute geht es um die Geschichte von Ivy und Ren. Nagut, etwas zu offensichtlich. Im Kern hat das Buch natürlich einen gehörigen Anteil Liebesgeschichte in sich, aber darum geht es nicht in erster Linie. Nunja, doch eigentlich geht es darum auch, aber so sind J.L.A.s Bücher nun mal und dieses hier ist ein ganz typischer Vertreter ihrer sonstigen Reihen. Aber wer einmal angebissen hat ist wohl schwer von diesem Trip wieder runterzubringen. Wir haben es also mit einer abenteuerlichen Liebesgeschichte auf sich, die aber (keine Sorge) nicht ansatzweise so kitschig ist, wie diese albernen englischen Cover es regelmäßig vermuten lassen.

Zur Geschichte als solcher: Hauptfigur ist Ivy Morgan, von Ren neckend Merida genannt, wie die Disney-Prinzessin mit dem ungezähmten roten Haar. Ivy ist 22 und das merkt man auch. Die guten vier Jahre Altersvorsprung, die sie den sonstigen weiblichen Figuren von J.L.A.s erfolgreichsten Reihen voraus hat, heben sie deutlich von jenen ab. Das ganze Buch ist eine Spur erwachsener, es geht nicht mehr um Familien, Highschool-Dramen oder Mütter, denen mal etwas verheimlichen muss, sondern allein um Ivy, die ein gefährliches und einsames Leben im Orden führt. Einziger geheimer Freund ist ihr "Brownie" der wie die bösartigen Fae aus der Anderwelt stammt und ein zuckerabhängiges kleines Wesen mit Flügeln ist. Sein Name ist Tink und ganz nebenbei frönt er zu Ivys Verdruss auch noch einer AmazonPrime Bestellsucht über ihren Account. Definitiv einer der Charaktere, die das Buch charmant und einzigartig machen. Im Gegensatz zu Ivy, der es an Charme zwar mangeln mag, die dafür aber jede Menge spitzzüngige Bemerkungen, wilde Bedrohungen und ninja-mäßige Kill-Skills parat hält!

Ren ist.. naja, wie schon das Buch selbst, ein sehr, sehr typischer männlicher Hauptcharakter dieser Autorin. Anbetungswürdige Erscheinung, witzig, ein bisschen vorlaut und mit einer Spur von Sensibilität unter all der Coolness. Ren ist genau genommen echt lustig und gibt der Geschichte an vielen, vielen Stellen erst die richtige Spannung. Apropos Spannung, daran mangelt es natürlich schon mal so ganz grundsätzlich nicht im Leben zweier Ordensmitglieder, deren Job es ist, die Fae zu töten: Wesen aus der Anderwelt mit beeindruckenden Kräften, die ihre ewige Jugend dadurch wahren, dass sie die Lebenskraft der Menschen aussaugen, bis diese nicht mehr sind, als ein Häufchen Staub und Knochen. In rasantem Tempo geht es dabei hin und her zwischen Kämpfen, Nachforschungen und der Konfrontation mit einer Bedrohung, bei der jedem glatt das Herz in die Hose rutscht. Auf den letzten dreißig Seiten Reihen sich die "oh-verdammter-Mist"-Momente nahtlos an die "ach-du-Scheiße"-Augenblicke und ganz ehrlich: Es war ein großer Fehler Teil 1 zu lesen, bevor die anderen draußen sind. Hätte ich bloß gewartet.

Egal, das Buch, kurzum, ist ziemlich genial. New Orleans ist eine fantastische Kulisse, die Geschichte beinhaltet innovative Ideen und das Ende überrascht in einigen Teilen sehr gelungen!

Fazit:
Ich bin schwer beeindruckt, dass mich dieses Buch, obwohl ähnlich konzipiert wie die Dämonentochterreihe und die Geschichte von Katy und Daemon, in keinster Weise gelangweilt hat. Klar, ein, zwei Dinge sind etwas vorhersehbar und dennoch ist genug Substanz und Spannung, jenseits von der Beziehung zwischen Ivy und Ren da, um den Leser bei Stange zu halten. Ich war jedenfalls köstlich amüsiert und vergebe mal wieder eine sehr gute Bewertung für ein mitreißendes Buch. Ich hasse es jetzt ein halbes Jahr auf die Fortsetzung warten zu müssen...

Keine Sorge Du kannst auch ohne Anmeldung kommentieren. Einfach dazu die Funktion "als Gast posten" auswählen.