12 Aug 2015

Liv Forever

Liv, Forever: Roman (Gulliver)

Autor: Amy Talkington
Verlag: Gulliver
Seitenzahl: 316 Seiten
Band: 1 von 1 (glaube ich)

Inhalt:
„Warum hatte ich ihm nicht gesagt, was ich fühlte? Warum war ich ihm ausgewichen, als er mich küssen wollte? Warum hatte ich ihm nicht gesagt, dass ich noch nie jemanden so geliebt hatte?“ Liv würde alles dafür geben, Malcolm noch ein einziges Mal berühren zu können. Ihm ihre unendliche Liebe zu gestehen. Doch Liv ist tot – eigentlich…

Rezension:
Nachdem ich schon auf einigen Blogs über dieses Buch gestolpert bin, wollte ich mich selber auch mal daran versuchen. Obwohl die Urteile gemischt waren, würde ich sie als überwiegend positiv bezeichnen. Mir ist zuerst das kleine Wortspiel mit Livs Namen aufgefallen, Liv Forever, wie lebe für immer, bei einem Mädchen von dem man schon genau weiß, dass es auf den ersten Seiten des Buches sterben wird! Livs Tod kam dann doch etwas später als erwartet, aber eben nicht unerwartet und dann ging es auch gleich so richtig los.

Liv ist eine gute Hauptfigur, vernünftig, clever und sehr kreativ. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben und man, so ein Leben als Geist scheint echt nicht einfach zu sein. Mit Witz und Verstand schildert sie die gruseligen Begegnungen mit den anderen Geistermädchen, denen ein ganz ähnliches, oder sogar noch schrecklicheres Schicksal widerfahren ist und langsam aber sicher kristallisiert sich ein Prinzip aus den ungeklärten Todesfällen hinaus. Geist Liv beginnt zu ermitteln, gefangen zwischen Neugier und endloser Traurigkeit, bzw. Fassungslosigkeit ob des allzu abrupten (vermeintlichen) Endes ihrer ersten großen Liebe.

Das Buch ist, um ehrlich zu sein, nicht weltbewegend. Es ist nicht die Geschichte des Jahrhunderts und auch nicht die schönste aller Liebesgeschichten, oder die spannendste aller dunklen Intrigen. Aber irgendwie gelingt es der Autorin dennoch, ein kurzweiliges Lesevergnügen zu bereiten. Es gibt eben von allem etwas, Romanze, Mord und Totschlag und ein großes, dunkles Geheimnis, dem Liv auf die Spur kommen muss. Die Tatsache, dass ihre Existenz als Geist eigentlich all ihren Vorhaben entgegensteht geben dem Ganzen eine Spur von verzweifelter Hilflosigkeit, hin und wieder aber auch Witz. Denn Liv kann nur von einem einzigen Jungen gehört werden, und das ist leider nicht ihr Malcolm…

Fazit:
Oh, was für ein trauriges Buch! Verrät das schon zu viel? Ich hoffe nicht. Die Geschichte ist süß, einfühlsam und kurzweilig geschrieben. Ein tolles Buch für Zwischendurch, mit einer zunächst oberflächlichen Liebesgeschichte, die durch die besonders widrigen Umstände (Liv ist tot!) zu etwas ganz Außergewöhnlichem wird. Freunden von Happyends, obgleich das Ende versöhnlich ist, möchte ich dennoch davon abraten. Ansonsten: Innovative Geschichte!

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