11 Sep 2015

Vom Mondlicht berührt (Orig.: Until I die)

Revenant-Trilogie - Vom Mondlicht berührt: Band 2

Autor: Amy Plum
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 416 Seiten
Band: 2 von 3

Inhalt:
In Kates Leben ist nichts mehr, wie es einmal war. Vincent und sie scheinen die Probleme überwunden zu haben, die sein Dasein als Revenant mit sich bringt. Als ihre Liebe zueinander stärker wird, drängt sich allerdings eine Frage auf: Wie sollen sie zusammenbleiben, wenn es Vincents Schicksal ist, immer wieder sein Leben zu opfern, um das anderer Menschen zu retten? Vincent hat zwar einen Weg gefunden, nicht mehr sterben zu müssen, aber der Preis dafür ist hoch. Kate kann und will es nicht ertragen, ihn derart leiden zu sehen, und sucht nach einem Ausweg aus dieser Situation. Doch dann tauchen plötzlich die skrupellosen Feinde der Revenants wieder auf und Kates Pläne drohen zu scheitern. Wird Vincents und ihre Liebe stark genug sein, um alle Hindernisse zu überwinden?

Rezension:
Natürlich ist die Übersetzung des Originaltitels Until I Die ins Deutsche hinzu vom Mondlicht berührt echt arm, was mich persönlich ja immer ein wenig stört. Diesem Buch möchte ich es aber verzeihen, weil a) das Buch unaussprechlich fantastisch ist und b) die deutschen Titel der Reihe allesamt sehr wohlklingend gewählt wurden und treffend romantisch anmuten! Und auf Romantik kann man in diesem Buch ebenso hoffen, wie auf spannende Neuerungen in Kates und Vincents Leben.

Dieser zweite Teil ist in mehrerlei Hinsicht sehr, sehr gut geraten. Das letzte Buch endete ja damit, dass der Anführer der bösen Numa erledigt wurde. Scheinbar ist damit ein wichtiges Problem aus der Welt geschafft worden. Doch wie bei ekligen Spinnen, die im gleichen Raum wie ich sitzen, ist es unangenehm, wenn man die fiesen Dinger in seiner Nähe entdeckt, doch noch viel schlimmer ist es, wenn man sie plötzlich gar nicht mehr sieht – und das, obwohl man genau weiß, dass sie da sind. Und genauso verhält es sich in diesem Teil mit den Bösen, im Prinzip ist es eine kleine Ewigkeit an raten, wo und vor allem wer der Böse ist. Insofern nimmt hier ein sehr geheimnisvolles, intrigantes und vor allem geschickt inszeniertes Versteckspiel seinen Lauf.

Während die Gefahr also im Hintergrund lauert, arbeiten Vincent und Kate an ihrer Beziehung. Das Ganze ist allerdings ziemlich schwierig, weil plötzlich beide Geheimnisse vor einander verstecken, die natürlich zum desaströsen Ende und katastrophalem Aufschwung des Bösen helfen. Das ganze Buch über hat man das Gefühl, dass irgendetwas einfach nicht stimmt, und dieses Gefühl macht definitiv die Spannung dieses Teils aus. Abgerundet wird das ganze durch fantastische Nebenfiguren, wie etwa dem großspurigen Ambrose und Kates ganz besonderer Freund Jules. Wer in der Richtung auf ein paar Neuigkeiten wartet wird übrigens ebenfalls nicht enttäuscht werden. Die beiden reichern das Buch mit ganz viel Witz und Charme an und machen es umso lesenswerter. Vielleicht eine letzte Warnung an dieser Stelle: Bei mir war das Buch unheimlich schnell zu Ende. Kurzweilig, spannend und fesselnd, vielleicht solltet ihr euch Teil 3 gleich schon mal auf dem Nachttisch bereit legen;)

Fazit:
Oh mein Gott, was für ein überaus schockierendes, unglaublich entsetzliches Ende! Ich hatte ja vieles erwartet, aber das ganz bestimmt nicht. So viel also zum dramatischen Highlight des Buches, auf das es in allen Seiten davor sehr gelungen hin arbeitet. Von all den cleveren Outcomes, die ich mir für Teil 2 überlegt hatte, war es jedenfalls keines^^ Dieser zweite Band der Revenant-Trilogie ist fantastisch! Spannend, dramatisch und sehr überraschend. Die Reihe ist eine der besten, die ich dieses Jahr in den Händen hatte und unbedingt empfehlenswert. Auch ist sie eine der seltenen Fälle, wo Buch 2 kein bloßer Lückenbüßer zwischen mitreißendem Auftakt und spannungsgeladenem Finale ist, sondern seine ganz eigene Daseins-Berechtigung hat. In kurz: Super!

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