13 Dec 2015

Milten & Percy - Das Schloss der Skelette

Milten & Percy - Das Schloss der Skelette

Autor: Florian C. Booktian
Verlag: SP (Indie)
Seitenzahl: 163 Seiten
Band: 1 von ?

Inhalt:
In Milten & Percy - Das Schloss der Skelette bekommt Detective Percy Meercat einen Praktikanten an die Backe: Milten Greenbutton, einen jungen, aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown und nach einem ausgelassenen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Schein trügt, bald wendet sich alles Gute zum Schlechten, und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich, was überhaupt passiert ist.

Rezension:
Was für ein außergewöhnliches Buch! In Galaxie #590B gibt es einen ganz und gar einzigartigen Planeten: Zur Hälfte Erde und zur Hälfte Planet von Außerirdischen, wenn ich mich recht erinnere heißt er Gnaa. Und von Gnaa stammt wohl auch Percy, sprechendes Erdmännchen und ziemlich überheblicher Detektiv, mit einem auffällig ungesunden Lebensstil, selbst für ein Erdmännchen.

Auf diesem Planeten, halb Erde halb Gnaa gehen nur verrückte Dinge ab. Die Gnaa Bewohner sind Fabelwesen, Monster und klassische Außerirdische jeder nur erdenklichen Art. Gnaa und Erde leben dabei in einer echt eigenartigen Symbiose, denn scheinbar fressen die Gnaa-Bewohner nicht nur unheimlich gerne menschgemachte Buntstifte, sondern ebenso gerne Menschen selbst. In diesem Zusammenhang ist mir der vielleicht lustigste Satz im ganzen Buch begegnet, noch ehe es so richtig mit Percy und Milten los geht. Auf dem zusammengesetzten Planeten verhält es sich nämlich so, dass, falls mal wieder ein Mensch gefuttert wurde, die Gnaa-Bewohner einfach ein Einhorn auf die Menschen-Seite rüber schicken. Die Menschen sind dann alle so erstaunt und von dessen Schönheit vereinnahmt, dass der Verlust eines ihrergleichen ganz schnell wieder vergessen ist. Was für eine schöne Idee!^^

Naja, aber jetzt noch ein paar Worte zur Geschichte selbst und Percys und Miltens Abenteuer in Sharpytown. Eigentlich als Urlaub geplant werden Percy und sein Praktikant Milten schon kurze Zeit nach ihrer Ankunft in ein seltsames Geschehen verwickelt. Mich konnte die Geschichte gleich von Beginn an fesseln und auch köstlich amüsieren. Klar, sie litt auch an ein, zwei der üblichen Self-publishing-Probleme, etwa vereinzelte Rechtschreibfehler, aber an sowas störe ich mich in der Regeln nicht allzu sehr, so lange die Geschichte noch gut rüber kommt! Wer sich diese Geschichte mal vornehmen möchte sollte sich aber darüber im klaren sein, dass sie weniger Krimi als spaßige Fantasy ist. Dennoch ist sie schön durchdacht und hin und wieder sogar ein echtes bisschen gruselig!

Fazit:
Wow, so viel clevere, witzvolle Fantasie! Hier wurde wahrlich keine Mühe gescheut, um Detektiv Percy und seinem jungen Begleiter Milten einen fantastischen wie auch außergewöhnlichen Rahmen für ihr Abenteuer zu schaffen. Die Geschichte ist kurzweilig und amüsant, bestimmt auch super geeignet für eine jüngere Leserschaft und vor allem ist sie von vorne bis hinten durchdacht. Mit tausenden fantasievollen Details bietet sie vor allem Schmunzel-Möglichkeiten, sogar mehr als Spannung. Wer fröhliche Unterhaltung und mal ein paar neue Ideen sucht, der ist hier genau richtig!

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