06 Dec 2015

Sehr geehrtes Facebook

Sehr geehrtes Facebook!: Ein Rentner versteht die Welt nicht mehr - und greift zur Schreibmaschine

Autor: Hans-Hermann Stolze
Verlag: Ullstein
Seitenzahl: 169 Seiten
Band: 1 von 1

Inhalt:
Hans-Hermann Stolze ist Rentner – und versteht die Welt nicht mehr: Kann er bei Facebook auch Mitglied werden, obwohl er kein Internet hat? Wo gibt es diesen ominösen Smart-Fön zu kaufen, den sich seine Enkel wünschen? Und kann seine alte Schreibmaschine mit der »@«-Taste nachgerüstet werden? Also schreibt der 87-Jährige Briefe. Er schreibt an Firmen, an Fernsehsender, an Prominente und Institutionen – mit seiner guten alten Olympia, Typ 50e. Und freut sich, dass er fast immer eine ehrliche Antwort bekommt ...

Rezension:
Zu diesem Buch gibt es nicht so richtig viel zu sagen, außer, dass es auf einer ganz und gar genialen Idee beruht. Allen großen Konzernen die man so kennt (und auch einigen, die ich nicht kenne) wird ein Brief geschickt. Er stammt von einem tüddeligen Rentner und seinen Schreiben liegen oftmals die absurdesten Ideen und Weltverständnisse zugrunde. Auf nur 2 bis 3 Seiten ist dabei stets erst sein Schreiben und danach die Antwort des Konzerns abgedruckt. Kurz und knapp und teilweise urkomisch! Sehr geehrtes Facebook ist dabei nur der Anfang eines, von sehr, sehr vielen Briefen.

Das Buch habe ich immer mal zwischendurch zur Hand genommen, wenn ich nur 10 Minuten Zeit hatte. Dann habe ich nach einem mir bekannten Unternehmen gesucht, die verrückte Rentner-Anfrage gelesen und dann die Antwort des Konzerns. In der Regel höflich, manchmal aber auch offensichtlich amüsiert hat der Autor den dortigen Brief-Beantwortungs-Angestellten sicher einiges an Lebenszeit geklaut, sie gleichzeitig aber auch aufs köstlichste amüsiert. Ohnehin fand ich es oft am komischsten sich vorzustellen, wie die Mitarbeiter in ihrem Unternehmen sitzen und dann so einen Brief erhalten. Manche der Briefe sind auch ein bisschen.. naja, aber die Antworten bieten wirklich oft Schmunzel-Potential!

Fazit:
Echt witzig und es raubt so wenig Zeit! Statt Stunden vor einem Buch zu hängen kann man mit diesem hier ganz spontan einen Moment Spaß haben, und es dann wieder beiseitelegen. Für Kaffee- oder Teepausen ein schöner Begleiter und an komplexe Geschichtsstränge muss man sich auch nicht erinnern! Die Rentner-Briefe sind eine umwerfende Idee, da hätte ich auch selber drauf kommen können.

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