16 Jan 2016

Die Gedankenwenderin

Die Gedankenwenderin (Mentalisten Serie 1)

Autor: Kenechi Udogu
Verlag: Kenechi Udogu (SP)
Seitenzahl: 123 Seiten
Band: 1 von 3 (glaube ich)

Inhalt
Für Gemma Green hätte das erste Mal ein Kinderspiel sein sollen: Finde deine Zielperson, blicke ihnen tief in die Augen und pushe einen Gedanken in ihren Kopf, um sie vor zukünftigen Katastrophen zu bewahren – Gedankenwendung vollbracht! Ein ziemlich einfacher Prozess, wenn man bedenkt, dass die Zielperson später keine Erinnerung an die Erfahrung haben sollte. Aber Russel Tanner scheint nicht vergessen zu wollen. Im Gegenteil, je mehr sie ihm aus dem Weg geht, desto mehr drängt er darauf sie näher kennenzulernen. Gemma weiß, dass sie in Schwierigkeiten ist, aber hat sie es mit den Nebenwirkungen einer schiefgegangenen Gedankenwendung zu tun oder hat sich der Tennis-Champion der Schule wirklich in sie verliebt?

Rezension:
Nun, wie fange ich an? Eine lange Rezension zu schreiben ohne viel vorweg zu nehmen ist bei so kurzen Büchern fast ein bisschen schwierig, aber ich will es trotzdem versuchen. Mein Gesamteindruck von dem Buch ist, dass es zwar spannend und auch ganz witzig ist, ein irres Potenzial besitzt um eine richtig packende Reihe zu werden, aber zugleich auch noch Luft nach oben lässt. Während Geschichte und Figuren schön geschrieben und gut durchdacht sind fehlt gleichzeitig ein bisschen der letzte Feinschliff am Sprachstil. Also es gibt keine Fehler oder dergleichen, aber ich habe in letzter Zeit das Gefühl zu merken, wer wie professionell schreibt und dieses Buch ist zwar gut, aber noch nicht top.

Gemma und Russell sind echt süße Hauptfiguren, beide gerade mal 15 Jahre alt, hätten meiner Meinung nach aber auch schon ein bisschen älter sein können. Alleine bei ihrem Vater und nach den (scheinbaren) Lebensvorstellungen der Gedankenwender-Gemeinschaft aufgewachsen, erklärt Gemma der Leserschaft von Anfang an ziemlich einleuchtend, wie ihr Leben so aussieht und wie egal ihr eigentlich der Rest der Welt ist. Hauptsache sie wird eine anständige Gedankenwenderin. Gemma ist als Erzählerin witzig, schlau und manchmal auch naiv, genau wie es sich für eine 15-Jährige gehört. Oh man und wie überrascht sie ist, als dann doch alles anders kommt als erwartet..

Das Ende des Buchs war unerwartet handlungsreich und voller Überraschungen. Es kam ziemlich abrupt und genauso abrupt endete es auch. Da war ich echt ein bisschen übern Haufen gefahren als die Action gerade voll ins Rollen kam und man ihr dann schon wieder ziemlich zeitnah entflohen ist. Der Epilog weckte bei mir große Hoffnung auf mehr, vor allem würde es mich interessieren zu sehen, wie Gemma demnächst zurecht kommt, jetzt, wo alles anders ist.. Haha, naja es wäre vielleicht nicht das erste Buch, das ich demnächst lesen werde, aber irgendwie interessiert mich der Fortgang der Geschichte schon.
Fazit:
Echt eine süße Geschichte mit viel Potenzial, der aber manchmal der sprachliche Schliff fehlte. Die Idee von Gedankenwendern als Schutzengeln, die parallel zu uns Normalos existieren finde ich eigentlich echt clever und bin sehr gespannt, was daraus in Teil 2 noch wird. Das Buch ist übrigens recht kurz und wird vielleicht auch deshalb niemals langatmig, sondern erzählt prima kompakt Gemmas Geschichte, die ihr euch ruhig mal anschauen könnt, wenn ihr nicht gerade auf der Suche nach einem 5000-Seiten-Wälzer seid ;)

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