04 Jan 2016

Schön Schöner Tot

Schön, schöner, tot

Autor: Roxanne St. Claire
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400 Seiten
Band: 1 von 1

Inhalt:
Kenzie ist ein Latein-Nerd, schlau, ehrgeizig - und auf der Liste der zehn heißesten Mädchen der Schule! Sie versteht die Welt nicht mehr. Die Partyeinladungen häufen sich, alle wollen mit ihr befreundet sein und gleich zwei süße Jungs flirten sie an. Doch dann passieren mysteriöse Unfälle. Das erste Mädchen der Liste stirbt … kurz darauf Nummer 2. Alles nur Zufälle? Oder ein düsterer Fluch? Für Kenzie beginnt ein mörderischer Wettkampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Und die Uhr tickt, denn sie ist die Fünfte!

Rezension:
Zuerst hatte ich ein bisschen Angst. Tot. Ist das ein fieser Thriller? Aber dann habe ich den Klappentext gelesen und dachte doch: Her damit! Und oh mein Gott bin ich glücklich dieses Buch bestellt zu haben! An genau einem Tag habe ich es durchgelesen, weil es so gut ist. Spannend ab Seite 1 wurde ich sofort in den Bann der Geschichte gezogen, bei der es in der Tat ein paar Tote gibt, aber eben auch ein richtig gutes, unmöglich zu lösendes Rätsel mit einer Auflösung die.. puh, naja sagen wir mal, fast ein bisschen absurd ist, dem Buch aber zugleich ein ziemlich zufrieden stellendes Ende verpasst. Auch wenn ich es jetzt nicht sooo realistisch fand. Aber hey, das ist wohl künstlerische Freiheit^^

Kenzie oder Mack, wie auch immer man unsere Hauptfigur nennen möchte, gefällt mir hervorragend. Um sie als Latein-Freak darzustellen hat sich die Autorin glaube ich irre Mühe gegeben. Latein ist total schwierig, immer richtig konjugiert und dekliniert und wasweißich und im Buch kommen die Latein-Abschnitte echt toll überzeugend und irgendwie geheimnisvoll-spannend rüber. Kenzies Highschool, ihre Familie und ihre Freunde, allen voran auch ihre beiden Verehrer Levi und Josh besitzen einmalige, ausdifferenzierte Charaktere. Sie alle sind zu Rädchen in einem riesigen intriganten wie tödlichen Netz zusammengefügt worden, aus dem Kenzie sich mit viel Mut und Cleverness zu befreien versucht.

Geschrieben wird erstaunlicherweise im Präsens, was mich zunächst ein bisschen verwundert, dann aber total begeistert hat. Mann, wenn alle das so gut könnten wie diese Autorin, würde ich empfehlen nur noch im Präsens zu schreiben. Die gewählte Schreibart trägt ihr übriges dazu bei, dass man die ganze Zeit mit Kenzie, Levi und den anderen mitfiebert. Und sich manchmal sogar ein bisschen mit Kenzie mitfürchtet. Denn selbst wenn die Situation eigentlich okay ist, ist doch oft ein bedrohlicher Unterton da, denn wenn man nicht weiß, von wem das Böse droht, könnte es ja potenziell jeder sein...

Fazit:
Oh wow, war das Buch toll!!! Ich dummer Mensch, dass ich mich immer so panisch vor allem gefürchtet habe, was auch nur "thriller-artig" aussah. Dieses Buch ist der Knaller und es ist echt selten, dass mich ein Buch so ganz ohne Fantasy derart begeistern kann. Aber es vereint einen tollen, packenden Schreibstil mit einer super spannenden und trotzdem total mädchen-ansprüchen-gerechtwerdenden Highschool-Geschichte. Ihr solltet es unbedingt lesen, also ich packe es jetzt erstmal auf mein "Empfehlung des Monats"-Seite! :D[/symple_column]

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