07 Feb 2016

Echte Feen, falsche Prinzen

Echte Feen, falsche Prinzen (Ready Edition)

Autor: Janette Rallison
Verlag: Arena
Seitenzahl: 424 Seiten
Band: 1 von 1 (obwohl es weitere Feen-Geschichten gibt, aber mit anderen Hauptfiguren)

Inhalt:
Savannah wünscht sich nichts mehr, als endlich ihren Traumprinzen kennenzulernen. Ihre schusselige gute Fee will ihr diesen Wunsch erfüllen und zaubert Savannah versehentlich ins Mittelalter. Dort muss sie als Aschenputtel und Schneewittchen gegen bösartige Trolle und Drachen kämpfen. Und sie begegnet einem schwarzen Ritter, der nicht nur gefährlich, sondern auch unwiderstehlich ist.

Rezension:
Für Märchenadaptionen habe ich ja unheimlich was über... ungefähr so viel wie für griechische Mythologie, wobei ich Märchen vielleicht sogar noch einen Hauch mehr liebe! Umso höher waren natürlich meine Erwartungen, als ich mir Echte Feen, falsche Prinzen/My Fair Godmother (ich lese ja lieber auf Englisch als auf Deutsch) geschnappt habe. Warum sie fair und nicht fairy heißt, wie man vielleicht erwarten würde? Weil die gute Chrysanthemum Everstar nicht gut genug in der Feen-Schule war. Zur Fairy hats nicht gereicht, sie ist eben nur "fair". Nachdem ich das Wortspiel im Titel ganz witzig fand und der Klappentext eine Vielzahl von Märchen, etwas Cinderella und Schneewittchen versprach, war meine Kaufentscheidung schnell gefasst, und los ging es mit einer etwas.. "anderen" Märchenadaption, als ich zunächst erwartet hatte.

Savannah ist eine clevere Hauptfigur, aber auch ein typisches Teenie-Mädchen. Zu Beginn des Buches wird ihr echt ganz schön übel mitgespielt, umso glücklicher war ich dann, als es für sie langsam bergauf ging, aber auch spannend und gefährlich wurde. Üblerweise ist ihre Schwester Jane mit ihrem Ex-Freund Hunter zusammen, hat ihn Savannah praktisch ausgespannt und obwohl Savannah nicht so richtig böse auf Jane ist, war ich es die ganze Zeit. Wie kann man nur?! Naja, männliche Hauptfigur und eigentlich noch ärmer dran als Savannah, weil er für ihre ganzen blöden Wünsche, die ihn ins Mittelalter katapultiert haben, gar nicht dafür kann ist Tristan. Tristan wird die ganze Geschichte hindurch immer sympathischer und ist eine super gelungenen Figur! Und ziemlich witzig^^

Insgesamt ist das Buch leicht, flüssig und lustig geschrieben. Am Anfang braucht es allerdings einen Moment um in Fahrt zu kommen und den Leser zu fesseln. Aber wenn es dann mal richtig los geht, ist es wirklich fantastisch: Die Märchen werden aus vollkommen fremdartigen Blickwinkeln geschildert, mit absolut neue Ideen. Ein Beispiel? Die Zwerge sind total genervt von Schneewittchen, weil sie sie für irre halten. Wer ist schon so verrückt und versucht mit Tieren zu quatschen?! Und warum kann die blöde Kuh nicht ihr eigenes Bettchen benutzen? Schön aber nutzlos ist Schneewittchen von den Zwergen nicht halb so geliebt,, wie Disney es einen bisher glauben machen wollte..

Fazit:
Das Ende, bzw. die Auflösung der Geschichte ist wunderschön, unglaublich clever und hätte von mir aus noch viel mehr Seiten in Anspruch nehmen dürfen. Die Ideen sind durchweg witzig, originell, die Märchen, die man im Buch verarbeitet erwartet werden alle toll benutzt und mit Savannahs Wünschen verwoben. Dennoch braucht das Buch am Anfang eine Weile, bis es wirklich fesseln kann. Für mich daher wirklich ein tolles Buch, aber leider fehlt der Suchtfaktor ab Seite 1. Weil ich Märchen liebe würde ich dennoch vorbehaltslos weiter empfehlen :D

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