16 Feb 2016

Mechanica

Mechanica

Autor: Betsy Cornwell
Verlag: Clarion Books
Seitenzahl: 320 Seiten
Band: Wohl 1 von 1

Inhalt:
Nicolette’s awful stepsisters call her “Mechanica” to demean her, but the nickname fits: she learned to be an inventor at her mother’s knee. Her mom is gone now, though, and the Steps have pushed her into a life of dreary servitude. When she discovers a secret workshop in the cellar on her sixteenth birthday—and befriends Jules, a tiny magical metal horse—Nicolette starts to imagine a new life for herself. And the timing may be perfect: There’s a technological exposition and a royal ball on the horizon. Determined to invent her own happily-ever-after, Mechanica seeks to wow the prince and eager entrepreneurs alike.

Rezension:
Mechanica habe ich gesehen und augenblicklich geliebt. Es ist das mit Abstand schönste Buch, das ich seit langem gesehen habe. Nicht nur die Cover-Illustrationen und die wunderschöne Schrift, auch auf das Buch selbst ist die aufwendige Schrift in goldenen Lettern eingeprägt und wunderschönes Papier kleidet das Hard-Cover von innen aus. Da hat sich mal jemand richtig Mühe gegeben, und so viel sei vorweg gesagt: Dieses Buch hat es wirklich verdient! Es ist eine hinreißende Adaption von Cinderella, die zugleich vollkommen anders ist, als alle sonstigen Cinderella-Geschichten, die ich kenne. Und nicht halb so kitschig!

Selbstverständlich ist das Buch mit den notwendigen Nebenfiguren ausgestattet: Es gibt einen Prinzen, böse Stiefschwestern und eine fiese Stiefmutter. Nicolette, von den meisten nur Nick genannt ist unsere Cinderella, die verwaist den Haushalt der ungeliebten Verwandschaft führen muss, bis sie ein geheimes Vermächtnis ihrer Mutter entdeckt: Die Werkstatt, in der ihre Mutter kleine mechanische Tiere und Dinge herstellte und sie mit einer rätselhaften Substanz der Feen zum Leben erweckte. In den schillerndsten Farben sind diese kleinen Helfer beschrieben, und was für Aschenputtel Tauben und Mäuse waren, sind für Nicolette Libellen mit gläsernen Flügel und ein mechanisches Spielzeug-Pferd, mit Flanken aus geblasenem Glas und einem kleinen Kohleofen im Bauch. Die Idee finde ich total schön.

Geschrieben ist das ganze Buch aus Nicolettes Sicht, die von ihren Stiefschwestern Mechanica gerufen wird. Dabei ist die Geschichte viel kürzer, als sie hätte sein können. Es gibt noch so viele angerissene und ungelöste Probleme, oder Dinge, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Nichtsdestotrotz gefällt mir das Buch sehr, sehr gut und ist allen meinen Erwartungen gerecht geworden, auch wenn das Ende.. naja, irgendwie schön, aber gleichzeitig ein wenig bitter war. Ihr werdet beizeiten selbst sehen. Wer Lust auf ein zuckersüßes Märchen hat, fesselnd geschrieben und voller neuartiger und zauberhafter Details, der sollte sich Mechanica unbedignt vornehmen!

Fazit:
Ein wunderschönes Märchen und zugleich vollkommen anders, als alles was ich erwartet hätte. Jedem, der an Märchen Spin-Offs interessiert ist kann ich es uneingeschränkt empfehlen: Es gibt fiese Stiefschwestern, ein wenig Magie, Freundschaft, Liebe und einen aufregenden Ball. Allerdings kommt am Ende alles vollkommen anders als man es kennt und im Ernst, das fand ich wirklich erfrischend, wenn auch ein bisschen traurig. Aber gerade wegen ds unorthodoxen Endes lässt dieses Buch Raum für eine Fortsetzung, die Aschenputtel so eigentlich nicht hat, weshalb ich sehr gespannt bin, was noch kommen wird!

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