16 Mar 2016

Die Lunar Chroniken - Cinder

The Lunar Chronicles 01. Cinder

Autor: Marissa Meyer
Verlag: Puffinbooks bzw. Carlsen
Seitenzahl: 390 Seiten
Band: 1 von 4 (glaube ich)

Inhalt:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will?
Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Rezension:
Nur kurz zur Info, mene Links (etwa zu Amazon) beziehen sich stets auf die englische Version, „Cinder“, nicht auf das deutsche „Wie Monde so silbern“ (so eine blöde Übersetzung!!), obwohl es sich im Grunde natürlich um die gleiche Geschichte handelt, ich aber wie immer dringendst empfehle, das Buch auf Englisch zu lesen.. Es ist einfach geh viel wortgewandter! Auf die Lunar Chroniken bin ich allein durch die englischen Cover aufmerksam geworden, die hinreißend schön sind (im Gegensatz zu den deutschen..). Und als ich Märchenliebhaber dann die Titel gelesen habe war ich hin und weg. Eines kann ich vorweg schon sagen: Die Reihe zu lesen lohnt sich zu tausend Prozent!

Die Geschichte spielt in einer Welt nach dem vierten Weltkrieg, in New Beijing, Hauptstadt des Eastern Commonwealth, regiert von einem Kaiser (zu ihm bzw. dessen Sohn später mehr;)). Neben der Erde (jetzt aus 6 Ländern bestehend) wurde auch der Mond besiedelt, dessen bösartige Königin die vielleicht größte Feindin des mühsam errungen Friedens auf der Erde ist. In dieser Zukunft lebt Cinder, eine Mechanikerin und selbst ausgestattet mit mechanischen Körperteilen. Cinder ist eine tolle Hauptfigur, clever, emotional und absolut authentisch. Leider kann sie nie wirklich sie selbst sein, weil sie inbesondere Prinz Kai gegenüber zu verbergen versucht, dass sie ein armer Cybog ist, der unter der tyrranischen Aufsicht einer herzlosen Stiefmutter steht.

Neben der Stiefmutter sind auch viele andere Aspekte aus Aschenputtel mit in die Geschichte einbezogen, die Schwestern etwa, von denen sich jedoch nur eine als böse herausstellt, der Ball und es gibt auch ein kürbisfarbenes Gefährt, welches Cinder zu eben jenem hin fährt. Gleichzeitig bietet das Buch aber noch viel mehr, als das Märchen: Cinder kämpft in einer Welt voller Gefahren gegen eine tödliche Krankheit, um das Leben ihrer geliebten Schwester und um Kai, der im Zentrum des bösen Plans der Königin von Luna steht. Ich war durchgehend von den vielen großartigen Ideen der Autorin gefangen genommen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ein wenig lag das allerdings auch daran, dass ich meine Vermutungen bestätigt wissen wollte: Das Ende war nämlich (jedenfalls für mich) ein wenig vorhersehbar. Obgleich das Schade ist, ist es ein Ende, das Raum für eine tolle Fortsetzunge lässt, die ich mir jetzt sofort schnappen werde :D

Fazit:
Total cool. Ich meine klar, ein weng ärgere ich mich immer, wenn Hauptprobleme und der Clou der Geschichte absehbar sind und/oder nur aus Scham und Notlügen heraus entstehen, aber abgesehen davon ist das Buch großartig. Fesselnd geschrieben, mit neuartigen Märchen-Cyborgs-Verknüpfungsideen und liebenswerten, authentischen und wunderbar verschiedenen Figuren. Ich kann mich nur dem anschließen, was auf meiner Ausgabe unter dem Klappentext abgedruckt ist: This is not the fairy tale you remember. But it's one you won't forget.

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