22 Jul 2016

Die Flüsse von London

Die Flüsse von London: Roman

Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv
Seitenzahl: 487 Seiten
Band: 1 von 1 (obwohl es noch weitere, eigenständige London-Krimis gibt)

Inhalt:
»Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?«
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.
»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Rezension:
Dieses Buch ist anders, als das, was ich üblicherweise lesen, denn zuerst einmal ist es ein Krimi und ein ziemlich spannender dazu. Gespickt mit jeder Menge fantatischer, magischer Wesen ist er gleichzeitig typisch britisch. Es gibt viel Tee, natürlich London als Kulisse und die trockene Art englischer Constables. Trotz der Magie kommt einem der Rahmen der GEschichte fast normal vor.. abgesehen von dem mordenden Geist, der ganz schön unheimlich ist.

Irgendetwas an dem Buch ist allerdings komisch. Ich glaube es ist der Schreibstil, der so trocken und wenig emotional ist. Man begleitet die ganze Zeit Hauptfigur Peter Grant, aus dessen Sicht auch erzählt wird. Peter drückt sich selbst in Gefahr oder Angst immer ausgesprohen gewählt aus, ist aber scheinbar von nichts so leicht zu beeindrucken. Ohnehin schwelgt es oftmals lieber in Gedanken, als sich emotional mit den Geschehnissen zu befassen, sodass er mir hin und wieder etwas weltfremd vorkam. Manchmal war das witzig, manchmal aber auch irrtierend.

Insgesamt war das Buch aber so spannend, weil Peter und sein Chef erstmal herausfinden mussten, wer der Mörder ist, ehe sie sich der noch viel schwierigeren Aufgabe gegenübersahen, den unheimlich Mörder zur Strecke zu bringen, dass ich es kaum aus der Hand gelget habe. Humorvoll und kreativ hat der Autor einfach einen "Krimi der besonderen Art" geschrieben und ich kann jetzt gut verstehen, warum es als amüsantes Harry Potter für Erwachsene beworben wird.

Fazit:
Ein total spannender Krimi, der nicht mit faszinierende Protagonisten geizt. Über die meisten Figuren hätte ich gerne noch eine große Portion Background-Infos, aber mal sehen, was die weiteren Bände der Reihe noch so bringen. Dieser hier bietet jedenfalls eine aufregende, auch ziemlich gruselige Geisterjagd und war nichts für Polizsten mit schwachem Magen.

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