26 Jul 2016

Sieben Schlüssel - Das Erbe der Rebellen

Sieben Schlüssel - Das Erbe der Rebellen

Autor: Rayon Lasair
Verlag: SP
Seitenzahl: 485 Seiten
Band: 1 von ?

Inhalt:
Die Götter haben ihnen das Licht geschenkt -
doch sie gaben ihnen auch die Schatten.

Der machthungrige Lord Salazar hat seine Kreaturen ausgeschickt, um das Reich des Lichts zu zerstören, doch die Rebellen des Erior, die einst die Dunkelheit besiegten, sind längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Der ehemalige Kopfgeldjäger Ivar vereint die wenigen verbliebenen Rebellen, um sich Salazars dunklen Mächten zu stellen und seine Heimat vor einem grausamen Schicksal zu bewahren.

Rezension:
Sieben Schlüssel – Das Erbe der Rebellen wurde mir als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt, erst einmal vielen Dank dafür! Das Buch ging gleich ziemlich turbulent los und man lernte schnell die Erben der Rebellen, die Träger der ebenfalls im Titel genannt Schlüssel, kennen. Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit den zahlreichen fantastischen Namen und konnte mich manchmal nicht mehr daran erinnern, wer wer war, aber das gab sich in dem Moment, als sich die Charaktere zu entwickeln begannen und man ein besseres Bild von jedem vor Augen hatte. Insgesamt sind alle Figuren der Geschichte interessant, die Geschichte begleitet sie abwechselnd aus ihrer jeweiligen Sicht, und am Ende wird zunehmend klar, wie jedem von ihnen eine bestimmte Funktion innerhalb der Handlung zukommt.

Gut gefallen haben mir zudem die Welt und die vielen, vielen unterschiedlichen Wesen und Hintergrundgeschichten der Figuren. Vor allem, da nicht so Standard-Fantasy-Dinger vorkommen à la ein paar Trolle, irgendetwas das Elf oder Elb heißt und ein bisschen Magie. Stattdessen wurde eine ganz neuartige Welt erschaffen, mit Wesen, die zwar erst einmal ein bisschen mehr beschrieben und vorgestellt werden mussten, in denen dann aber selbstverständlich auch viel mehr Potenzial steckte, sie überraschende Dinge tun zu lassen. Ohnehin hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, bis auf die Tatsache, dass hinter beinahe jeder wörtlichen Rede ein „sagte X“ oder „meinte Y“ stand, davon hätte es meiner Meinung nach etwas weniger sein dürfen.

Auf der negativeren Seite steht bei mir die Länge des Buches. Ich meine klar, es ist echt viel passiert und auch einige emotionale Dinge, so wurde auch nicht davor zurückgeschreckt, sympathische Figuren sterben zu lassen, aber manchmal war es mir einfach etwas zu zäh. Die Notwendigkeit in einer eigenen Fantasywelt viel zu erklären ergibt sich von selbst, doch während zu Beginn irgendwie alles ganz schnell ging und sich die Reisegefährten gefühlt Knall auf Fall gefunden hatten, dauerte mir die anschließende Reise streckenweise zu lang.

Fazit:
Mein Fazit fällt zugegebener Maßen gemischt aus: Einerseits steckt in diesem Buch viel Episches und Potenzial für eine riesengroße Geschichte! Andererseits lese ich persönlich nicht gerne Geschichten, die irgendwann mit ihrer Vielzahl fantastsicher Namen dazu neigen, langatmig zu werden. Auch zB Herr der Ringe könnte ich niemals lesen, obwohl die Story großartig ist! Da das Buch aber wirklich gut geschrieben und die Erzählung sorgsam aufgebaut worden ist, würde ich es Freunden von längeren, mehrsträngigen Fantasyromanen durchaus empfehlen.

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