17 Jul 2017

Die Bestimmung der purpurnen Distel

Die Bestimmung der purpurnen Distel (Distelreihe 2)

Autor: Sophie Morrison
Verlag: SP
Seitenzahl: 479 Seiten
Band: 2 von 2

Inhalt:
Die Britischen Inseln, 1650
Nachdem Kendra MacAllan nach Schottland zurückgekehrt ist, versucht sie, sich mit dem Gedanken an ihre bevorstehende Heirat mit dem Clan-Verbündeten Kilian MacDonald anzufreunden. Doch kann und will sie ihren geliebten Pferdezüchter Finley MacCarter nicht vergessen. Entgegen dem Willen ihres Vaters beschließt Kendra, ihrem Herzen zu folgen, und begibt sich auf eine spannende Reise voller Abenteuer. Auf ihrem Weg trifft sie auf die geheimnisvolle Heilerin Moira Blair. Dabei ahnt Kendra nicht, welche Gefahr diese neue Bekanntschaft mit sich bringt.
Derweil ist Duncan MacAllan außer sich vor Wut über das Verschwinden seiner Tochter. Er macht sich auf die Suche nach Kendra und hofft, dadurch sein großes Geheimnis vor ihr wahren zu können.
Auch Finley MacCarter bleibt nicht untätig und sucht Mittel und Wege, Kendra MacAllan zurückzugewinnen. Hierbei verkennt er jedoch die unmittelbare Bedrohung, die seine gesamte Welt zum Einstürzen bringen könnte.
Werden es Kendra und Finley schaffen, zueinander zu finden?

Rezension:
Teil 1 hat, wie so viele erste Teile, an einer äußerst unzufriedenstellende Stelle, viel zu abrupt geendet.. Selbstverständlich war meine Vorfreude auf den wzeiten Teil daher groß und ich wurde nicht enttäuscht: Die Fortsetzung der Geschichte ist (fast) so gut, wie der erste Teil. Mit Kendra mitzufiebern hat genauso viel Spaß gemacht wie zuvor, und am Ende.. naja, das müsst ihr natürlich selber lesen :D

Kritik gibt es (ehe ich zum ausführlicheren Lob kommen möchte) aber selbstverständlich auch: Teils ist der Schreibstil ein wenig ungelenk, was meines Erachtens dem Gebrauch zu vieler Adjektive zuzuschreiben ist. Einerseits muss man als Autor sicher viel beschreiben; wie soll sich der Leser sonst die Szene vorstellen können? Andererseits sind grade die Beschreibungen davon, wie Leute Dinge sagen - etwa neckend, beleidigt oder wütend - oft Beschreibungen, die ich persönlich gar nicht so gerne lesen möchte, sondern bevorzugt bereits aus der Szene selbst und dem was gesagt wird erkennen können möchte. Abgesehen davon haben mir an der Geschichte auch ein, zwei unvorhergesehene Wendungen gefehlt. Das ganze ist eine doch recht klassische Liebesgeschichte, mit Verkleidungen, Gefahren, Irrungen udn Wirrungen, wie ich sie schon oft gelesen habe. Natürlich mag ich das Buch immernoch echt gerne, aber ich denke, um in Erinnerung zu bleiben, hätte es noch eines Hauchs an mehr Rafinesse bedurft.

Jetzt zum weit erfreulicheren Teil: Dem Grund, warum ich das Buch trotzdem an nur zwei Tagen verschlungen habe. Ein Grund ist natürlich mein unersättlicher Hunger nach Fortsetzungen. Ich hasse es, das Ende einer Geschichte nicht zu kennen, insbesondere, wenn es um Liebesgeschichten geht. Insgeheim hoffe ich natürlich immer auf ein Happy End^^ Was mich an diesem Buch besonders gefreut hat sind die schottische Kulisse und die Figuren: Kendra und Finley, aber auch ihre Familien (insbesondere Finleys Bruder Aiden) kann man einfach nur in Herz schließen. Die Charaktere sind so gut gemacht, dass man das Gefühl bekommt, jeden Einzelnen persönlich zu kennen. Neben den Beschreibungen der Landschaft halte ich die Figuren für besonders gelungen. Abschließend sei angemerkt, dass es dem Buch auch an Spannung und Gefahren nicht gefehlt hat, sodass all die liebgewonnen Figuren ordentlich ins Schwitzen kamen.. das war richtig gut!

Fazit:
Ein schöner zweiter Band, der die begonnene Geschichte zufriedenstellend beendet. Ein paar mehr unvorhergesehene Wendung hier und da hätten mich zwar auch begeistert, aber auch so habe ich das Buch an nur zwei Tagen verschlungen. Die gelungenen Figuren, der (für mich) authentische historische Hintergrund und die allgegenwärtige Gefahr haben das Buch zu einem wundervollen Leseerlebnis gemacht, das ich nur empfehlen kann. Dank neuer Gefährten und alter Widersacher hat Kendras Abenteuer ein aufregendes Ende genommen.

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